PSA

Nutzen auch Sie die Möglichkeit zur sicheren und einfachen Früherkennung des Prostatakarzinoms!

Prostata-Spezifisches Antigen: Worum geht es?

Das Prostatakarzinom (Dies ist eine bösartige Erkrankung der Vorsteherdrüse des Mannes) ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Männern über 50 Jahre. Aus diesem Grund wird für diese Erkrankung auch von den gesetzlichen Krankenkassen eine Vorsorgeuntersuchung angeboten. Sie besteht aus einem ausführlichen Gespräch und einer körperlichen Untersuchung, insbesondere einer sogenannten rektalen Untersuchung (Austastung des Enddarmes und der Prostata mit dem Finger des Arztes) besteht, angeboten. Dies wird von den Krankenkassen als ausreichend betrachtet.

Im Gegensatz hierzu haben die entsprechenden wissenschaftlichen Gesellschaften in Zusammenarbeit mit den maßgeblichen Forschungseinrichtungen und den Patientenselbsthilfegruppen festgestellt, dass diese Maßnahmen als Vorsorgemassnahme unter Umständen nicht ausreicht. Viele Patienten scheuen die möglicherweise als unangenehm empfundene Untersuchung – so nimmt nur jeder fünfte Patient diese Untersuchung wahr.
Weiterhin kann insbesondere bei einem Prostatakarzinom im Frühstadium der Tastbefund noch unauffällig sein.

Als neue Untersuchungsmethode hat sich hier die Bestimmung des sogenannten Prostata-Spezifischen Antigens (PSA) als einfach, effektiv und für den Patienten nicht belastend erwiesen.

Prostata-Spezifisches Antigen: Was ist das?

Das PSA ist ein Eiweißmolekül, das zur Verflüssigung der Samenflüssigkeit notwendig ist. Es wird in der Prostata gebildet. Auch bei gesunden Patienten ist es nachweisbar, seine Menge im Blut liegt allerdings in der Regel unter einem bestimmten Grenzwert von 4 ng/ml. Erhöhte Werte können, noch bevor der Tastbefund positiv wird, auf eine bösartige Erkrankung der Vorsteherdrüse hinweisen.

Prostata-Spezifisches Antigen: Warum bestimmen?

Die Bestimmung des PSA kann frühzeitig einen Hinweis auf eine bösartige Erkrankung der Vorsteherdrüse geben. So kann eine Therapie zu einem Zeitpunkt, an dem die Erkrankung noch heilbar ist, eingeleitet werden.

Prostata-Spezifisches Antigen: Wann und bei wem?

Das PSA sollte bei allen Männern zwischen 50 (bei familiärer Veranlagung ab 45) und 75 Jahren, bei denen der Wunsch auf eine Krebsvorsorgeuntersuchung bezüglich des Prostatakrebses besteht, durchgeführt werden.

Prostata-Spezifisches Antigen: Wie wird untersucht?

Zur Bestimmung des PSA wird aus einer Vene (Blutgefäß) Blut entnommen. Dies wird in einem dafür ausgerüsteten und qualifizierten Labor bezüglich des PSA-Spiegels untersucht. Für die Blutentnahme sollte der Patient nüchtern sein und einige Faktoren beachten, die den PSA-Spiegel im Blut beeinflussen können. So sollte vorher keine Austastung der Prostata erfolgen. Auch Fahrradfahren und Geschlechtsverkehr bis zu 5 Tage vor Bestimmung des PSA können ebenfalls zu einer Erhöhung des PSA-Spiegels führen und sollten deswegen unterbleiben.

Was bedeutet ein erhöhtes Prostata-Spezifisches Antigen?

Ein erhöhtes PSA kann ein Hinweis auf eine bösartige Erkrankung der Vorsteherdrüse geben. Auch bei gutartigen Vergrößerungen der Prostata kann der PSA-Spiegel geringfügig erhöht sein, des gleichen bei Entzündungen. Auch andere Faktoren wie längeres Fahrradfahren oder vorhergehender Geschlechtsverkehr können zu einem geringfügigen Anstieg führen.

Das Prostata-Spezifische Antigen ist erhöht – wie geht es weiter ?

Sofern PSA-Spiegel und Untersuchung für eine bösartige Erkrankung der Vorsteherdrüse sprechen, erfolgt im nächsten Schritt durch den hinzugezogenen Urologen (Facharzt für Harnwegserkrankungen) mittels einer feinen Nadel die Entnahme einer Gewebeprobe aus der Prostata. Dies nennt man Stanzbiopsie. Anhand des Ergebnisses dieser Gewebeprobe wird über die weitere Behandlung entschieden. Nicht jede entdeckte bösartige Veränderung der Vorsteherdrüse muss behandelt werden. Die Behandlungsbedürftigkeit hängt vom Ausmaß der Erkrankung, den Beschwerden des Patienten und nicht zuletzt auch vom Lebensalter ab. Das Prostatakarzinom kann unter Umständen über lange Zeit auch unbehandelt kaum Veränderungen zeigen.

Zusammengefasst

  • Die PSA-Bestimmung ist eine einfache und sichere Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung bösartiger Erkrankungen der Prostata.
  • Die PSA-Bestimmung ist als Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung der „normalen“ Tast-Untersuchung überlegen.
  • Nur bei einer rechtzeitig erkannten bösartigen Erkrankung kann unter Umständen noch eine heilende Behandlung eingeleitet werden. Bei bereits bestehenden Beschwerden ist es meist zu spät.

 

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